E-Learning und spielorientierte Elemente für Hochschulen

Begriffe wie „Lebenslanges Lernen“ und „E-Learning“ sind in aller Munde. Längst haben sich Universitäten und Hochschulen modernen Medien und den Lerngewohnheiten heutiger Studierender geöffnet und bieten neben den Präsenzvorlesungen auch Online-Kurse über das Internet an, über die Wissen vertieft oder sogar prüfungsrelevante „Credit Points“ erworben werden können.

Um dies zu ermöglichen, haben sich in Bayern alle Universitäten und Hochschulen zusammen geschlossen und fördern und organisieren in der hierfür gegründeten Virtuellen Hochschule Bayern (vhb) ihre Bemühungen rund um die multimediale Lehre über das Internet. Von Datenverarbeitung bis hin zu Jugendsozialarbeit an Schulen reicht die thematische Vielfalt, für die sich jeder bayerische Student einschreiben und prüfen lassen kann. Um auch der veränderten Arbeitswelt Rechnung zu tragen, soll nun eine Online-Veranstaltung entwickelt werden, in der sich Studierende auch im unternehmerischen Denken und der Erstellung von Businessplänen üben können. Die Entwicklung erfolgt durch die Game Engineers für die die Nürnberger Georg-Simon-Ohm Hochschule und die Hochschule Regensburg und wird von der vhb finanziell unterstützt.

Erstmalig wird bei diesem Kurs auch ein neuer innovativer Ansatz verfolgt: die jeweiligen Lernmodule werden mit spielorientierten Bausteinen angereichert. Aus der neuesten Forschungen der Pädagogik und pädagogischen Psychologie ist bekannt, dass spielerische Elemente für Lernzwecke effektiv und effizient eingesetzt werden können. Die spielerischen Bausteine in dem Kurs „Unternehmerisches Denken: Businessplan Grundlagen“ bilden eine Ergänzung der Lehrinhalte und münden letztendlich in die Möglichkeit sich selbst sowohl als Angestellter in einem mittelständischen Unternehmen, als auch als selbstständiger Unternehmer auszuprobieren und dabei das Erlernte zu reflektieren. An jedes Kapitel schließt sich ein interaktiver Dialog an, der die Studierenden mit einer Hintergrundgeschichte und dem Arbeitsleben bzw. der Selbstständigkeit vertraut macht. In so genannten Mini-Spielen, die sich direkt auf die Lerninhalte der jeweiligen Kapitel beziehen, erfolgt eine selbstmotivierende Lernkontrolle. Denn auch das Abschneiden in diesen Spielen fließt wiederum in die Fortführung der Hintergrundgeschichte und in positive oder negative Reaktionen der Protagonisten ein.